„Was werden die Leipziger sagen, wenn der Krieg vorbei ist?“

„ Die Geschäftigkeit auf den Straßen erscheint uns wohlbekannt und zugleich unendlich fremd. Es ist, als ob diese Menschen, dort, in der Freiheit, sich wie Puppen hinter einer unsichtbaren Wand bewegen würden … Was diese Deutschen wohl denken? Ob sie sich vor dem Kriegsende fürchten? Schließlich fallen in Leipzig täglich Bomben! Was werden sie sagen, wenn der Krieg vorbei sein wird? Dass sie nichts gewusst hätten, dass sie von Lagern und Zwangsarbeitern nie etwas gehört hatten? Wir wurden doch durch die ganze Stadt geführt, alle konnten es sehen!“

Eda Fenik, KZ-Häftling in der HASAG-Leipzig

Quelle: Zitiert nach F. Karay, Wir lebten zwischen Granaten und Gedichten. Das Frauenlager der Rüstungsfabrik HASAG im Dritten Reich, Köln/Weimar/Wien 2001, S. 78.

Aufgabe 1:

Analysiere die Quelle „Anweisung an Volksdeutsche – Verhalten gegenüber Kriegsgefangenen“ .  Notiere dir konkrete Anweisungen an die LeipzigerInnen in Form von Aufforderungen, wie Sie beispielsweise an öffentlichen Aushängen hätten formuliert sein können!

Aufgabe 2:

Beurteile wie du heute auf derartige „Anweisungen“ reagieren würdest. Formuliere deine Gedanken in einem Brief an Eda Fenik, in welchem du ihre Frage aus deiner Perspektive beantwortest.

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s